
Hospiz macht Forschung
Hospiz & Forschung, passt das?
Nur durch fundiertes Wissen und systematische Dokumentation von Erfahrungen ist eine qualitätsgesicherte Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen gewährleistet.
Wie in allen Bereichen des Lebens verändern sich auch die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Patienten und Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit. Um immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen zu sein und auch neue Erkenntnisse zu gewinnen ist es uns wichtig, unsere Arbeit wissenschaftlich zu betrachten und zu forschen.
Die Hospizarbeit weltweit und auch hier am Universitätsklinikum Essen ist an Forschungsprojekten zum Ehrenamt, über hospizlich-palliative Themen und Gesellschaftsthemen beteiligt.
Leitsatz 4 der Charta zur Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen
Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht darauf, nach dem allgemein anerkannten Stand der Erkenntnisse behandelt und betreut zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden kontinuierlich neue Erkenntnisse zur Palliativversorgung aus Forschung und Praxis gewonnen, transparent gemacht und im Versorgungsalltag umgesetzt. Dabei sind die bestehenden ethischen und rechtlichen Regularien zu berücksichtigen. Zum einen bedarf es der Verbesserung der Rahmenbedingungen der Forschung, insbesondere der Weiterentwicklung von Forschungsstrukturen sowie der Förderung von Forschungsvorhaben und innovativen Praxisprojekten. Zum anderen sind Forschungsfelder und -strategien mit Relevanz für die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen zu identifizieren.
Wir werden uns dafür einsetzen, auf dieser Basis interdisziplinäre Forschung weiterzuentwickeln und den Wissenstransfer in die Praxis zu gewährleisten, um die Versorgungssituation schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen und Nahestehenden kontinuierlich zu verbessern.

Hospiz macht Forschung
Zugang zu Palliativversorgung von muslimischen Eingewanderten und ihren direkten Nachkommen in Deutschland – Möglichkeiten, Hindernisse, Vorbehalte (ZuPaMEN)
Palliative Angebote werden nicht von allen Patientengruppen in vergleichbarem Umfang angenommen, insbesondere Menschen mit Migrationsbiografie nehmen diese seltener in Anspruch.
Das Projekt „Zugang zu Palliativversorgung von muslimischen Eingewanderten und ihren direkten Nachkommen in Deutschland – Möglichkeiten, Hindernisse, Vorbehalte (ZuPaMEN)“ setzt hier an und befragt eine über fünf Millionen Personen umfassende Gruppe Eingewanderter und ihrer direkten Nachkommen muslimischen Glaubens. Ziel ist es, mithilfe einer prospektiven Mixed-Methods-Studie klarer aufzuzeigen, aus welchen Gründen die Inanspruchnahme gering ist und unter welchen Voraussetzungen die Nutzung gesteigert werden könnte. Dabei werden in verschiedenen Zentren Interviews geführt. Auf den Studienergebnissen aufbauend soll eine Handlungsempfehlung zur Verbesserung der Zugangsvoraussetzungen erarbeitet werden. ZuPaMEN wird durch die „schoberstiftung – Stiftung für christliche Hospizarbeit“ unterstützt.
Wir sind als kultursensibler Hospiz- und Palliativberatungsdienst an der Universitätsmedizin, Universitätsklinikum Essen Kooperationspartner dieses Projektes der Palliativmedizin am Universitätsklinikum Münster und als Studienzentrum aktiv an der Forschungsarbeit beteiligt.
Hospiz und Bildung
Ansprechpartnerinnen in Essen

Judith Kohlstruck
Palliative Care Fachkraft
Trauerbegleiterin (BVT)
ev. Theologin

Eva Storms
Diplom KunstTherapie (HFBK Dresden)
Trauerbegleitung (BVT)
Palliative Care Fachkraft

Karin Scheer
ev. Pastorin, Supervisorin, systemische Hypnotherapeutin

Dr. rer. nat.
Ferya Banaz-Yasar
Dipl. Biologin, Heilpraktikerin, Palliative Care für Sozialberufe
Ansprechpartner für das Gesamtprojekt
Florian Bernhardt
Zentrale Einrichtung Palliativmedizin
Medizinischer Doktorand und SHK
Prof. Dr.
Philipp Lenz

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