Bitte wählen Sie:

Universitätsklinikum Essen
Direkteinstieg:
Aktuelles

Hospizarbeit am Universitätsklinikum Essen erhält den 1. Preis der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung

Die Hospizarbeit am Universitätsklinikum Essen erhält für das Projekt „Befähigungskurs zur sektorenübergreifenden, kultursensiblen Hospizarbeit“ den DHPStiftungspreis 2019.

„Für eine zukunftsfähige Hospizarbeit muss der Wandel hin zu einem neuen, d. h. bunteren, vielfältigeren und flexibleren Ehrenamt vorangebracht werden. Das bedeutet, es müssen vermehrt jüngere Menschen angesprochen werden, mehr Männer und – womit wir bei Ihrem Projekt sind – mehr Menschen mit Migrationserfahrung mit den entsprechenden kulturellen Hintergründen sowie Sprachen,“ so Herr Professor Hardinghaus in seiner Laudatio zur Preisverleihung 

   

Zur Gratulation und Laudatio...

 Ziel ist es, die würdevolle Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen am Lebensende zu verbessern und die Zugangsgerechtigkeit zur hopizlich-palliativen Versorgung zu ermöglichen. Es geht darum, Ehrenamtlichen mit und ohne Migrationshintergrund Unsicherheiten im Umgang mit „fremden“ Lebensentwürfen zu nehmen und mit Respekt zu begegnen. Im Vordergrund steht dabei der Gedanke, dass „Menschen Menschen am Lebensende begleiten“. So wird, ganz im Sinne der Hospizidee, wonach wir ohne Ansehen der sozialen und finanziellen Situation, der Herkunft, des Wohnortes, des Glaubens für alle da sein möchten, aus einem kultursensiblen Befähigungskurs ein „menschensensibler“ Befähigungskurs“ wie eine der Teilnehmerinnen so schön sagte.

Es geht nicht nur um die Begleitung sterbender Menschen durch Ehrenamtliche aus dem gleichen Kulturkreis; vielmehr stehen die kulturelle Vielfalt und die Neugier für das Fremde in gleichem Maße im Fokus, wie die Sicherheit und Geborgenheit im Gemeinsamen und Bekannten.

Das Projektes baut nicht nur Vorbehalte und Unsicherheiten ab, Ehrenamtliche mit unterschiedlichen Sprachhintergründen und kulturellem Wissen werden qualifiziert, schwerstkranke und sterbende Menschen zu begleiten.

Darüber hinaus – und das hat uns besonders beeindruckt – werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser besonderen Kurse zugleich befähigt, als Brückenbauerinnen und -bauer im lokalen Netzwerk und in der Zivilgesellschaft wertvolle Beziehungen zu schaffen und Betroffenen den Zugang zu hospizlichen Angeboten zu erleichtern. Das dient in vorbildlicher Weise einer Kernidee der Hospizarbeit, nämlich die Möglichkeiten hospizlicher Begleitung und palliativer Versorgung einer möglichst breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.